Fast jeder hat irgendwo wohl noch eine alte Fritz!Box rumliegen. Was liegt also näher, diese als LAN-Brücke (Access Point) zu nutzen, da die Reichweite des WLAN-Signals vom Router mal wieder nicht da ankommt wo man es gerade braucht. Vorausgesetzt, man kann an diesen neuen Standort auch ein LAN-Kabel verlegen, sonst bringt das Ganze ja nichts. In unserem Fall hatte ich die Auswahl aus zwei alten Boxen, einmal eine 7141 und die jetzt hier genutzte 7170.

Aber legen wir los. Sobald wir uns auf der Benutzeroberfläche befinden, überprüfen wir zunächst ob oben rechts bei Ansicht Standard oder Experte steht. Sollte ersteres der Fall sein, klicken wir den Link Ansicht an und wir befinden uns auf der Einstellungsseite für den Expertenmodus. Hier den Haken setzen, Übernehmen, Fertig.

Fritzbox Oberfläche
Jetzt wechseln wir auf der Benutzeroberfläche in den Bereich Internet und dort dann auf Zugangsdaten. Hier werden folgende Einstellungen vorgenommen:
Anschluss: Internetzugang über LAN 1 aktivieren
Betriebsart: Vorhandene Internetverbindung im Netzwerk mitbenutzen (IP-Client)
Verbindungseinstellungen: IP-Adresse manuell festlegen
Hier tragen wir dann noch folgende Werte ein:

  • IP-Adresse:192.168.178.2
  • Subnetzmaske: 255.255.255.0
  • Standard-Gateway: 192.168.178.1
  • Primärer DNS-Server: 192.168.178.1
  • Sekundärer DNS-Server: 192.168.178.1

Unter Upstream und Downstream noch die Werte deiner DSL-Verbindung eintragen! Wenn alles fertig ist, speichern (Übernehmen) nicht vergessen.

IP und Up-Down-Stream
Kommen wir zur letzten Änderung. Wir wechseln in den Bereich WLAN und dort auf Funknetz. Wir aktivieren das WLAN, vergeben einen Namen (SSID) und speichern alles mit Übernehmen.

Sollten noch Fragen zu diesem Thema bestehen, einfach die Kommentarfunktion unten nutzen.

WLAN aktivieren

3 Kommentare zu “Alte Fritz!Box als LAN-Brücke (Access Point) einrichten

  1. Wenn ich an der 1. Fritzbox ein WLAN eingerichtet habe, muss ich dann an der 2. Fritzbox ein anderes WLAN aufbauen?
    In meiner Wohnung kommt das WLAN Signal nicht in alle Ecken (zuviel Leichtbauwände mit Drahtgeflecht bzw. Stahlbeton). Glücklicherweise habe ich noch ein LAN Kabel im hinteren Bereich und dort eine Airport Time Capsule. Allerdings habe ich damit 2 WLAN Netze in einer Wohnung, was nervt, weil ich manuell immer mal wieder die Netze am iPad wechseln muss. Außerdem muss die Time Capsule weg, weil die Festplatte Mikrofonaufnahmen stört.
    Jetzt suche ich also eine Lösung, wie ich ein einziges WLAN Netz in der Wohnung aufbauen kann. Ein Mesh Repeater hilft nicht, weil an der Stelle, wo ich ihn platzieren kann, dass Signal bereits zu schwach ist.
    Meine Idee wäre es, mir eine neue Fritzbox am Kabelanschlusspunkt zu kaufen und die alte Fritzbox dort zu platzieren, wo noch die Apple Time Capsule steht.
    Oder haben Sie eine bessere, unkompliziertere Idee?

  2. Hallo, der Beitrag ist zwar schon älter, aber dennoch habe ich eine Frage zu folgender Ausgangssituation:
    ich habe eine Fritz!Box 7362 SL als AP eingerichtet, was einwandfrei funktioniert (angeschlossen sind MR 401 von der Telekom für IPTV, Laptops per Kabel für den stationären Betrieb sowie ein Fritz!Fon).
    Nun ist am 31.12.2019 der Produktsupport von AVM für diese Box beendet worden. Birgt ein Weiterbetrieb dieser Box irgendwelche Gefahren? Soll ich auf eine noch unterstützte Fritz!Box als AP wechseln?
    Danke für eine kurze Info.

    1. Für den AP ist eine Aktualisierung nicht unbedingt von Nöten. Du solltest aber darauf achten, dass der Router (also das “Mutterschiff”) auf dem aktuellsten Stand ist. Dein AccessPoint ist ja über die LAN-Schnittstelle mit dem Internet verbunden, also mit Deinem Router der den Zugang bezieht. Der AccesPoint ist eigentlich nichts anderes als der “verlängerte Arm” mit allen Vorzügen die auch Dein Router beinhaltet. Anders als ein Repeater. Als Repeater wird ein Signal “nur” weitergeleitet, quasi als erweiterte Antenne. Doch merke, ein Repeater kann nur das Signal weiterleiten was der Router sendet. Sendet der Router schwach kann der Repeater das Signal nicht verstärken (wird leider oft falsch interpretiert) sondern kann auch nur ein schwaches Signal weiterleiten. Bei der Auswahl ob ich einen Repaeter oder AccessPoint einrichten soll, hat der AP klar seine Vorteile. Der Nachteil ist die Verbindung, zwei Router mit einem LAN KAbel zu verbinden. Dafür hat man aber starkes Signal und das WLAN-Netz vergrößert. Der Repeater wird halt nur über Funk verbunden.

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